Safer Sex

Safer Sex ist eine wirkungsvolle Methode, die Übertragung von HIV zu verhindern.

Die wichtigsten Regeln:

  • Beim Geschlechtsverkehr schützen Kondome.
  • Außerdem sollte man beim Oralverkehr kein Sperma in den Mund kommen lassen.

Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten, das Risiko einer HIV-Infektion zu reduzieren, vor allem in festen Partnerschaften. Dazu gehört zum Beispiel der gemeinsame HIV-Test, verbunden mit der Absprache, außerhalb der Beziehung keine Risiken einzugehen.

Wichtig zu wissen: Auch Safer Sex ist nicht hundertprozentig sicher. Kondome können zum Beispiel reißen oder abrutschen. Dieses Risiko lässt sich aber stark verringern, indem man gut darüber Bescheid weiß, wie man Kondome anwendet und den Umgang damit übt.
Safer Sex ist dann wirklich eine ziemlich sichere Sache.

Safer-Sex-Regeln

Die wichtigsten Safer-Sex-Regeln lauten:

  • Beim Geschlechtsverkehr (anal und vaginal) schützen Kondome. Beim Analverkehr oder bei trockener Scheide sollte man immer reichlich fettfreies Gleitmittel verwenden, um Verletzungen zu vermeiden. Das Gleitgel verringert auch das Risiko, dass das Kondom beschädigt wird. Achtung: Fetthaltige Gleitmittel wie Vaseline oder Massageöl zerstören die Kondome!
  • Beim Oralverkehr (Lutschen, Blasen) kein Sperma oder Menstruationsblut in den Mund gelangen lassen.

Diese Regeln gelten vor allem, wenn man nicht sicher sein kann, ob der Partner oder die Partnerin HIV-positiv oder HIV-negativ ist, also zum Beispiel beim One-Night-Stand oder bei anonymen Kontakten, aber auch in Beziehungen, die erst kurze Zeit dauern.

Safer-Sex-Strategien

Neben den Safer-Sex-Regeln gibt es weitere Möglichkeiten, das Risiko einer HIV-Infektion zu reduzieren – vor allem in einer festen Partnerschaft.

Beim „Bilanztest“ machen beide Partner einen HIV-Test. Sind beide HIV-negativ und haben keinen Sex mit anderen Partnern, können sie auf Kondome verzichten.

Manche Paare erweitern diese Regel: Sie leben eine offene Beziehung und machen außerhalb der Beziehung nur Safer Sex, damit sie innerhalb der Beziehung auf Kondome verzichten können. Dafür sind sehr klare Absprachen nötig. Deswegen nennt man diese Strategie „Ausgehandelte Sicherheit“.

Bilanztest und „Ausgehandelte Sicherheit“ verlangen großes Vertrauen zum Partner: Hat er oder sie tatsächlich keinen ungeschützten Sex mit anderen Partnern? Wenn es doch einmal passiert, muss er oder sie darüber sprechen, um den festen Partner nicht zu gefährden.

Wichtig: Der HIV-Test gibt erst drei Monate nach dem letzten Kontakt mit anderen Partnern verlässlich Auskunft, ob eine HIV-Infektion vorliegt.

Safer Sex und Schutz durch Therapie

Schutz durch Therapie wird von manchen Paaren angewendet, in denen einer der Partner HIV-positiv und der oder die andere HIV-negativ ist.
Die Methode beruht darauf, dass der HIV-positive Partner eine gut funktionierende HIV-Therapie einnimmt und dass in seinem Blut seit mindestens einem halben Jahr keine HIV-Viren mehr nachweisbar sind. Dann befinden sich nämlich auch in Körperflüssigkeiten wie Sperma und Scheidenflüssigkeit sehr viel weniger Viren. Damit ist das Risiko einer HIV-Übertragung kaum noch vorhanden.

Wichtig: Der HIV-positive Partner muss seine Therapie regelmäßig einnehmen und muss den Erfolg der Therapie regelmäßig überprüfen lassen. Die Viruslastmethode sollte man nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt anwenden.